MPG Awards 2026 Gewinner: vollständige Liste und Einordnung für Mixing und Mastering
MPG Awards 2026 wurden in London vergeben. Die Music Producers Guild hat die vollständige Liste der Gewinner veröffentlicht. Für den deutschen Markt ist entscheidend: Wer hat gewonnen — und was bedeutet das konkret für aktuelle Mixing- und Mastering-Standards.
MPG Awards 2026 Gewinner (komplette Liste)
Producer of the Year — Zach Nahome
Writer-Producer of the Year — Steph Marziano
Breakthrough Producer of the Year — Oli Barton-Wood
Breakthrough Engineer of the Year — Evie Clark-Yospa
Self-Producing Artist of the Year — Barry Can’t Swim (Joshua Spence Mainnie)
Recording Engineer of the Year — Ricky Damian
Mix Engineer of the Year — Charlie Holmes
Mastering Engineer of the Year — Natalie Bibby
Atmos Mixer of the Year — Andrew Scheps
Unsung Hero — Mick Ross
Small Commercial Studio of the Year — Snap! Studios
Large Commercial Studio of the Year — Decoy Studios
Original Score Recording of the Year — Young Fathers – 28 Years Later (Original Motion Picture Soundtrack)
Producer: Young Fathers
Additional Production: Rosie Danvers, Tommy Danvers
Engineer: Jake Jackson
Mixer: James Trevascus
Album of the Year — Olivia Dean – The Art of Loving
Producer & Engineer: Zach Nahome
Mixer: Charlie Holmes
Mastering: Simon Francis
Special Awards:
Icon Award — Mark “Spike” Stent
Inspiration Award — KAMILLE
Outstanding Contribution to UK Music — The 1975
Special Recognition Award — John Thornton
Pioneer Award — BBC Radiophonic Workshop
Impact Award — War Child
Einordnung der MPG Awards 2026: Relevanz für die Praxis
Die MPG Awards 2026 liefern keine neuen Trends, sondern bestätigen bestehende Standards. Auffällig ist die Konsistenz zwischen den Gewinnern: Entscheidungen werden früher getroffen, nicht im Nachhinein korrigiert.
Für Mixing- und Mastering-Ingenieure bedeutet das:
— der Mix ist bereits final strukturiert
— Mastering stabilisiert, statt zu verändern
— Low-End wird im Mix entschieden
— Translation ist wichtiger als Lautheit
Zentrale Gewinner im Kontext
Zach Nahome (Producer of the Year) steht für konsistente Ergebnisse über verschiedene Projekte hinweg. Seine Produktionen funktionieren systemübergreifend ohne nachträgliche Korrekturen.
Charlie Holmes (Mix Engineer of the Year) liefert Mischungen mit hoher Dichte und klarer Struktur. Auffällig ist, dass seine Mixe nicht vom Mastering abhängig sind.
Natalie Bibby (Mastering Engineer of the Year) arbeitet mit minimalen Eingriffen. Der Fokus liegt auf Balance und Übersetzung, nicht auf Lautheitsmaximierung.
Andrew Scheps (Atmos Mixer of the Year) zeigt, dass räumliches Mixing nur dann funktioniert, wenn es kontrolliert umgesetzt wird. Breite allein ist kein Qualitätsmerkmal.
Decoy Studios und Snap! Studios bestätigen die Rolle der Umgebung: Monitoring und akustische Kontrolle bleiben entscheidend für reproduzierbare Ergebnisse.
Was bedeutet das konkret für Mixing?
Die Ergebnisse der MPG Awards 2026 zeigen eine klare Verschiebung:
— Mixing ist keine Vorbereitung mehr, sondern das finale Fundament
— Balance-Probleme dürfen nicht ins Mastering verschoben werden
— Dynamik wird bewusst gestaltet, nicht begrenzt
— Stereo entsteht aus Arrangement und Platzierung, nicht aus Plugins
In der Praxis bedeutet das: Wenn der Mix nicht stabil ist, wird kein Mastering ihn retten.
Mastering im aktuellen Kontext
Das Mastering bei den MPG Awards 2026 folgt einem klaren Prinzip: minimale Eingriffe bei maximaler Kontrolle.
— keine strukturellen Änderungen am Mix
— Fokus auf Systemübergreifende Übersetzung
— Kontrolle der Energieverteilung
— keine aggressive Lautheitsoptimierung
Dieser Ansatz ist nur möglich, wenn der Mix korrekt vorbereitet ist. Eine technische Einordnung dieses Prozesses findet sich hier —
hochwertiges Mastering eines Tracks.
Weitere Signale aus den MPG Awards 2026
Barry Can’t Swim zeigt den Trend zum selbstproduzierenden Künstler. Kontrolle über den gesamten Workflow wird wichtiger.
Der Soundtrack 28 Years Later bestätigt, dass Film- und Musikproduktion technisch näher zusammenrücken.
Mark “Spike” Stent und die BBC Radiophonic Workshop zeigen, dass grundlegende Prinzipien stabil bleiben, auch wenn sich Tools verändern.
Fazit
MPG Awards 2026 bestätigen den aktuellen Mindeststandard in der Audioproduktion.
Entscheidend ist:
— präzise Entscheidungen im Mix
— ein Mastering, das nicht korrigiert
— konsistente Übersetzung auf allen Systemen
Der Unterschied zwischen durchschnittlichen und konkurrenzfähigen Produktionen liegt nicht im Equipment, sondern in der Qualität der Entscheidungen entlang der gesamten Produktionskette.

